Neubrandenburg wird zur Schwammstadt: 250.000 Euro für grüne Flächen!

Neubrandenburg plant bis 2045 klimaneutral zu werden, setzt auf Begrünungsprojekte zur Schaffung einer "Schwammstadt".

Neubrandenburg plant bis 2045 klimaneutral zu werden, setzt auf Begrünungsprojekte zur Schaffung einer "Schwammstadt".
Neubrandenburg plant bis 2045 klimaneutral zu werden, setzt auf Begrünungsprojekte zur Schaffung einer "Schwammstadt".

Neubrandenburg wird zur Schwammstadt: 250.000 Euro für grüne Flächen!

Neubrandenburg, die Perle im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Die Stadt soll grüner werden und sich zu einer „Schwammstadt“ entwickeln. Im Rahmen eines umfassenden Projekts wurden große, betonierte Flächen ins Visier genommen, die für eine Begrünung in Frage kommen. Das Ziel ist klar: Ein „Versickerungskonzept“ wird angestrebt, das das Aufbrechen und Bepflanzen dieser Flächen vorsieht, um die Stadt klimaresilienter zu machen. Hierfür hat der Bund stolze 250.000 Euro bereitgestellt, wie NDR berichtet.

Die ersten Schritte zu diesem Vorhaben umfassen die Erstellung von Luftbildern der Stadt, die mit spezieller Software ausgewertet werden, um geeignete Grundstücke zu identifizieren. Ziel ist es, die Temperaturen in Neubrandenburg zu senken und Niederschläge effektiv zu speichern. Zudem hat sich die Stadt vorgenommen, bis 2045 klimaneutral zu werden. Ein wichtiges Element dieser Strategie ist der vermehrte Einsatz von erneuerbarer Energie, insbesondere Sonnenenergie und Geothermie.

Das Konzept der Schwammstadt

Doch was genau bedeutet es, eine Schwammstadt zu sein? Viele Städte kämpfen bereits mit den negativen Begleiterscheinungen des Klimawandels, wie Starkregen, der zu Überflutungen führt, und Hitzeinseln, die die Gesundheit der Bewohner gefährden. Das Umweltbundesamt erklärt, dass das Konzept der Schwammstadt darauf abzielt, Städte in lebendige Ökosysteme zu verwandeln. Diese sollen in der Lage sein, Wasser zu speichern und gleichzeitig die Hitze zu mildern.

Zentrale Prinzipien der Schwammstadt sind die Verbindung von Grünflächen und effizientem Wassermanagement. Begrünte Dächer, Fassaden, Bäume und entsiegelte Böden schaffen ein Netzwerk, das Regenwasser nicht nur schnell abführt, sondern speichert und zeitverzögert wieder abgibt. Aus diesem Grund wird auch in Neubrandenburg auf technische Lösungen gesetzt, darunter unterirdische Zisternen und überflutbare Räume, die das Regenwasser gezielt zurückhalten können.

Erfolgsbeispiele und Herausforderungen

Internationale Vorbilder wie Kopenhagen oder Hamburg zeigen, dass die Umsetzung dieser Konzepte höchste Erfolge erzielen kann. Bereits in 30 Pilotstädten in China werden entsprechende Maßnahmen getestet, um städtische Überflutungen zu reduzieren. Dort zielte man mit einem Programm darauf ab, bis 2020 in 80% der urbanen Gebiete 70% des Niederschlags vor Ort zu absorbieren. Aber auch in Deutschland und Europa wächst das Interesse an der Schwammstadt-Entwicklung, die den klassischen Umgang mit Regenwasser aufbrechen will.

Dennoch bleibt die Umsetzung nicht ohne Herausforderungen. Es bedarf einer engen Koordination zwischen den verschiedenen Akteuren sowie einer klaren rechtlichen Rahmenbedingungen, um den langfristigen Erfolg solcher Projekte sicherzustellen. Der Weg hin zu einer grüneren, lebenswerteren Stadt wird zudem nachhaltige Investitionen in die Infrastruktur erfordern, die Neubrandenburg auf lange Sicht vor Überflutungen und Hitze schützen sollen.

In dieser spannenden Umwandlungsphase eröffnet sich für die Stadt Neubrandenburg ein Potenzial, nicht nur den Klimaschutz zu stärken, sondern auch die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger erheblich zu steigern. Grüner wird’s in Neubrandenburg mit jedem neuen Quadratmeter, der der Natur zurückgegeben wird. Da liegt auf jeden Fall was an!