Enttäuschung am Aussichtsturm: Reisegruppen sehen nur Bäume!

Enttäuschung am Aussichtsturm: Reisegruppen sehen nur Bäume!
In der malerischen Mecklenburgischen Schweiz, wo idyllische Landschaften auf neugierige Naturfreunde treffen, sorgt ein Aussichtsturm für Enttäuschung. Die ungeschönte Realität für Besucher und Reisegruppen wurde am letzten Wochenende besonders deutlich, als eine Gruppe aus Neubrandenburg unter der Leitung von Holger Schröder den Aussichtsturm in Vollrathsruhe besuchte. Die Erwartungen an die Aussicht auf das Malchiner Becken wurden zerschlagen, da die Bäume in den letzten Jahren die Sicht stark eingeengt haben. So bleibt nur ein minimaler Blick auf die Bahnstrecke zwischen Rostock und Berlin, wie der Nordkurier berichtet.
Vollrathsruhe, das Eingangstor zum Naturpark „Mecklenburgische Schweiz und Kummerower See“, ist an einer Landesstraße gelegen und zieht zahlreiche Touristen an. Doch die Enttäuschung über den beschränkten Ausblick dürfte dazu führen, dass einige Reiseleiter, wie Schröder, darüber nachdenken, diesen Stopp aus ihren Programmen zu streichen. „Die Beschwerden über die Bäume kamen bereits letztes Jahr auf“, so der Reiseleiter, der auf die Problematik der Sichtbehinderung hinweist. Diese verteilt sich jedoch auf mehrere Zuständigkeiten: Landwirtschaftsbetrieb, Forstamt und Landesforstanstalt scheinen in einem Wirrwarr festzuhängen.
Einblicke in den Naturpark
Der Naturpark Mecklenburgische Schweiz und Kummerower See erstreckt sich über mehr als 61.000 Hektar und beherbergt zahlreiche Naturschutzgebiete. Es ist ein wahres Eldorado für Naturliebhaber, die auf den gut ausgeschilderten Rad- und Wanderwegen die Gegend erkunden möchten. Vielfältige Naturerlebnisse sind an den Seen dieser Region, darunter Malchiner und Kummerower See, garantiert, wo Aussichtstürme zur Vogelbeobachtung einladen. Neben dem enttäuschenden Turm in Vollrathsruhe gibt es aber auch andere sehenswerte Aussichtspunkte, etwa auf der Burgwallinsel Teterow oder entlang der Dahmer Wiesen am Malchiner See, wie auf der Seite des Naturparks zu lesen ist.
Hier können Besucher unter anderem Kraniche und nordische Wildgänse beobachten, die im Herbst und Frühling rasten. Auch die reizvolle Landschaft mit kleinen, ehemaligen Gutsdörfern und einem Netzwerk klarer Bäche lässt die Herzen der Naturfreunde höher schlagen. Aber wo bleibt die Aussicht, die auf dem Turm versprochen wurde? Die Antwort bleibt bis auf Weiteres unklar, während Gästen der Zugang zu anderen, besseren Aussichtspunkt ermöglicht wird.
Die Suche nach Lösungen
In der Hoffnung auf baldige Besserung wartet der Reiseleiter auf den Herbst, wenn die Bäume ihre Blätter verlieren und vielleicht wieder einen Blick über das Malchiner Becken gewähren. Bis dahin bleibt nur die Möglichkeit, alternative Aussichtspunkte zu erkunden, die der Region so viel zu bieten hat. Beispielsweise die Beobachtungsplattformen bei Kummerower See oder die zwei neuen Plattformen, die durch EU-Mittel finanziert wurden und die Naturfreunde erfreuen können, wie die Seite der Mecklenburgischen Schweiz informiert.
Es ist klar: Die Mecklenburgische Schweiz ist eine Region voller verborgener Schätze und beeindruckender Naturschönheiten. Der aktuelle Zustand des Aussichtsturms in Vollrathsruhe ist zwar ernüchternd, aber die Hoffnung auf einen baldigen Blick ins Grüne bleibt – und die Natur wird weiterhin ihre Besucher mit ihrer Vielfalt begeistern.