Storchenbilanz 2025: Bittere Rückschläge für die Glücksbringer!

Die Storchenbilanz 2025 in Bützow zeigt Rückgange durch Lebensraumverlust und extreme Wetterbedingungen. Schutzmaßnahmen sind gefordert.

Die Storchenbilanz 2025 in Bützow zeigt Rückgange durch Lebensraumverlust und extreme Wetterbedingungen. Schutzmaßnahmen sind gefordert.
Die Storchenbilanz 2025 in Bützow zeigt Rückgange durch Lebensraumverlust und extreme Wetterbedingungen. Schutzmaßnahmen sind gefordert.

Storchenbilanz 2025: Bittere Rückschläge für die Glücksbringer!

Die Weißstörche stehen in Mecklenburg-Vorpommern vor einer herausfordernden Zeit, und der aktuelle Rückblick auf das Storchenjahr 2025 macht deutlich, dass es einige Schattenseiten gibt. Reinhard Schaugstat, der Storchen-Regionalbetreuer des NABU für den Altkreis Güstrow, hat die Bilanz für dieses Jahr gezogen und kommt zu einem bedauerlichen Schluss: Die Zahlen fallen schlechter aus als im Vorjahr. Bereits zu Beginn ihres Zuges in die Winterquartiere zeigen sich Auswirkungen eines unvorteilhaften Jahrgangs.

Ein wichtiger Faktor für die durchwachsene Bilanz ist der Mangel an Sümpfen, welche die Störche für ihre Nahrungssuche dringend benötigen. Schaugstat betont, dass der Regen in den letzten Wochen nicht ausreichte, um die Wasserreservoirs aufzufüllen. Zudem haben extreme Wetterbedingungen wie Stürme, Hitze und Starkregen die Lebensumstände für die Vögel erheblich verschlechtert. In Güstrow wurden beispielsweise zwei von fünf Jungvögeln aus dem Nest geweht, während in Siemitz alle Küken verhungerten. Das macht deutlich, wie empfindlich die Lebensbedingungen der Störche in der Region sind.

Rückgang des Bruterfolgs

Insgesamt haben nur 13 von 20 Horstpaaren in diesem Jahr erfolgreich Nachwuchs aufgezogen, was einen spürbaren Rückgang im Vergleich zu 2024 darstellt. Lediglich 30 Jungstörche konnten flügge werden, was sich im Gegensatz zu den positiven Entwicklungen des Vorjahres stark abzeichnet. Es ist eine alarmierende Tatsache, dass der Bruterfolg der Weißstörche in Deutschland nicht ausreichend ist, um natürliche Verluste auszugleichen. Dies belegt auch die Analyse von NABU, die darauf hinweist, dass intensive Landwirtschaft und Lebensraumverlust eine der Hauptgefahren für die Störche darstellen.

Die Lebensräume der Störche werden immer rarer. Historische Flächen wie das Maintal und das Isartal sind durch Flurbereinigungen und intensive Flächennutzung stark beeinträchtigt. Vom NABU heißt es, dass viele Wiesen und Weiden weniger Vielfalt aufweisen als früher, was sich direkt auf die Nahrungsaufnahme der Störche auswirkt.

Gemeinsames Engagement für den Schutz

Trotz der Herausforderungen sind auch positive Entwicklungen zu verzeichnen. So gab es in einigen Orten die erfolgreiche Aufzucht von Drillinge. Dies zeigt, dass engagierte Menschen aktiv daran arbeiten, den Schutz der Störche zu gewährleisten. Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensbedingungen, wie die Wasserversorgung und die Schaffung feuchter Flächen, werden von vielen Ehrenamtlichen unterstützt. Der NABU betont, dass es weiterhin Anstrengungen bedarf, um diesen Glücksbringern auf ihren Reisen in die Winterquartiere beizustehen.

In der Natur gibt es oft unvorhersehbare Veränderungen, und die Störche sind dem Wandel ebenso unterworfen. Während die negativen Entwicklungen im Jahr 2025 nicht zu leugnen sind, bleibt die Hoffnung, dass zukünftige Maßnahmen Früchte tragen werden. Eine nachhaltige Rückkehr der Störche hängt nicht nur von den klimatischen Bedingungen ab, sondern auch von unserem Einsatz für den Erhalt ihrer Lebensräume. Wie Schaugstat es treffend formuliert: „Es gilt, weiterhin aktiv für den Schutz der Störche einzutreten”. Die Zusammenarbeit aller Naturschützer und der Gesellschaft ist erforderlich, um ihnen einen stabilen Rückhalt zu bieten.