Polen zieht Grenzen dicht: Massive Kontrollen ab heute an allen Übergängen!

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Seit dem 7. Juli 2025 kontrolliert Polen an allen Grenzübergängen zu Deutschland Fahrzeuge, um illegale Migration zu verhindern.

Seit dem 7. Juli 2025 kontrolliert Polen an allen Grenzübergängen zu Deutschland Fahrzeuge, um illegale Migration zu verhindern.
Seit dem 7. Juli 2025 kontrolliert Polen an allen Grenzübergängen zu Deutschland Fahrzeuge, um illegale Migration zu verhindern.

Polen zieht Grenzen dicht: Massive Kontrollen ab heute an allen Übergängen!

In Mecklenburg-Vorpommern sind Grenzkontrollen seit dem 7. Juli 2025 wieder zum Alltagsbild geworden. An allen Übergängen zu Deutschland überwachen nun polnische Grenzschutzbeamte Autofahrer und Passanten. Diese Maßnahmen wurden als direkte Reaktion auf die seit Oktober 2023 bestehenden stichprobenhaften Kontrollen auf deutscher Seite angeordnet. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte bereits im Mai 2025 eine Intensivierung dieser Kontrollen veranlasst, die es den Grenzbeamten nun ermöglichen, Asylsuchende direkt an der Grenze zurückzuweisen.

Die Kontrollen sind zunächst bis zum 5. August 2025 befristet. Besonders am Grenzübergang Linken fiel auf, dass bereits am Sonntag so gut wie alle Fahrzeuge überprüft wurden, obgleich die Kontrollen offiziell erst am Montag gestartet werden sollten. An anderen Übergängen wie Ahlbeck, Garz, Pomellen und Rosow wurden ebenfalls Kontrollteams aufgestellt. Diese Maßnahmen lassen vermuten, dass der Druck auf die Grenze in den letzten Monaten zugenommen hat.

Der Fokus der Kontrollen

Die Kontrollen sind insbesondere auf Fahrzeuge mit getönten Fenstern, Busse und Kleinbusse ausgerichtet. Reisende müssen mit längeren Wartezeiten rechnen und sind angehalten, ihre Ausweise oder Pässe bereit zu halten. Die Bundesstraße 104, in Polen als M10 bekannt, ist bereits für diese Kontrollen auf eine Spur verengt, und bei Bedarf werden Fahrzeuge zur weiteren Kontrolle auf einen gesonderten Parkplatz geleitet. Es gibt keine festen Absperrungen, aber die Fahrbahnen vor den Kontrollpunkten sind entsprechend beschildert oder verengt.

Diese Maßnahmen scheinen Auswirkungen auf den lokalen Handel zu haben. Händler in Polen berichten von einem merklichen Rückgang an Kunden aus Deutschland. Um den Pendlern, die regelmäßig die Grenze überqueren, entgegenzukommen, wird jedoch versichert, dass diese möglichst ungestört passieren dürfen. Der polnische Grenzschutz hat angekündigt, Berufspendler ohne größere Verzögerungen durchzulassen, was die betroffenen Personen zeitlich entlasten könnte.

Die europäische Dimension

Die Grenzkontrollen in Polen sind Teil eines übergreifenden Trends, den wir in mehreren europäischen Ländern beobachten können. Nach Polen plant auch Belgien, Grenzkontrollen einzuführen, während die EU in der Situation weitgehend machtlos wirkt. Der polnische Innenminister Tomasz Siemoniak hat betont, dass diese Kontrollen hauptsächlich gegen die illegale Schleusung von Migranten gerichtet sind. Trotz der intensiven Kontrollen soll der normale Reiseverkehr von diesen Maßnahmen nicht in Mitleidenschaft gezogen werden.

In der politischen Diskussion ist ein Gipfel auf der Zugspitze geplant, um weitere Asylverschärfungen zu erörtern. Diese Entwicklungen könnten die Dynamik an den Grenzen in Europa erheblich beeinflussen und die Reisefreiheit, die über Jahre hinweg als ein wesentlicher Bestandteil der europäischen Integration galt, infrage stellen. Während die Kontrollen laut polnischen Berichten um Mitternacht an 52 Grenzübergängen zur deutschen Grenze begannen, bleibt abzuwarten, welche Auswirkungen dies für die Reisenden und die Grenzregionen haben wird.

Die Diskussion um Grenzkontrollen ist also hochaktuell und wirft viele Fragen auf. Vor allem, wie diese Entwicklungen die Zukunft der europäischen Reisefreiheit beeinflussen werden. Bisher kamen im letzten Jahr rund ein Drittel weniger Menschen illegal nach Deutschland als im Jahr zuvor, was darauf hindeutet, dass die bisherigen Maßnahmen gewisse Effekte zeigen. Den kompletten Artikel dazu finden Sie bei NDR, BR und Süddeutsche.