Mit dem Rad für den Frieden: Wismar ruft 80 Mitfahrer zur Tour!

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Radfahrer aus Mecklenburg nehmen an der Bike-the-Line-Tour teil, um Spenden für soziale Projekte zu sammeln. Erste Etappe führt von Wismar nach Schwerin.

Radfahrer aus Mecklenburg nehmen an der Bike-the-Line-Tour teil, um Spenden für soziale Projekte zu sammeln. Erste Etappe führt von Wismar nach Schwerin.
Radfahrer aus Mecklenburg nehmen an der Bike-the-Line-Tour teil, um Spenden für soziale Projekte zu sammeln. Erste Etappe führt von Wismar nach Schwerin.

Mit dem Rad für den Frieden: Wismar ruft 80 Mitfahrer zur Tour!

In Mecklenburg-Vorpommern ist die Radsaison im vollen Gange und sorgt bei vielen für Aufregung. Besonders hervorzuheben sind die besonderen Engagements, die sich um soziale Projekte drehen. So plant Robert Höller, mit seinem Gravelbike bis zum Nordkap zu radeln, um Spenden für die Aufforstung in der Region zu sammeln. Gleichzeitig setzen sich vier Extremsportler aus Schwerin in Bewegung; sie wollen 500 Kilometer durch das Land fahren, um Spenden für Kinderhospizdienste zu generieren. Diese Aktivitäten sind Teil der Vorbereitungen auf die kommende Bike-the-Line-Tour, die am 27. Juni in Wismar startet. Ziel dieses Events ist es, mindestens 80 Radfahrer für die erste Etappe bis Schwerin zu gewinnen. Wie nordkurier.de berichtet, wird diese Tour nicht nur ein sportliches Highlight, sondern auch eine Erinnerung an die historischen Ereignisse, die vor 80 Jahren zur Beendigung des Zweiten Weltkriegs in Europa führten.

Die Bike-the-Line-Tour führt entlang der Demarkationslinie, an der die westlichen Alliierten der sowjetischen Roten Armee begegneten. Wismar war zunächst unter westlicher Kontrolle, bis die Stadt schließlich von den Russen übernommen wurde. Der Startschuss zur ersten Etappe fällt am 27. Juni um circa 16.30 Uhr an der Hochschule Wismar, an der, parallel zur Tour, auch das Sommerfest anlässlich des 20. Geburtstags der Kinder-Uni gefeiert wird. Kinder haben die Möglichkeit, die Radler auf den ersten Metern durch Wismar zu begleiten. Die Route führt zunächst zur Gedenkstätte Teehaus in Klein Trebbow und endet am Bahnhof in Schwerin, bevor die Radler am nächsten Tag zur zweiten Etappe nach Dömitz und Tangermünde aufbrechen.

Ein historisches Radfahren mit Symbolik

Die Tour hat nicht nur sportliche Ambitionen, sondern tritt auch in die Fußstapfen einer historischen Tradition: Die Friedensfahrt. Bis 1989 galt dieses Etappenrennen für Radamateure als eine der bedeutendsten Veranstaltungen im Osten Europas und wurde auch als die „Tour de France des Ostens“ bezeichnet. Die Idee zur Friedensfahrt entstand bereits 1947 und wurde 1948 zum ersten Mal durchgeführt, mit Start- und Zielorten wie Warschau und Prag. Diese Infos stammen von friedensfahrt-info.de.

Mit der Botschaft des Friedens und der Erinnerung wird die Bike-the-Line-Tour an die Geschichte anknüpfen, die während der Friedensfahrt lebendig wurde. Die Teilnehmer werden – ähnlich wie in früheren Zeiten – an zahlreichen Denkmälern und historischen Orten anhalten, um insgesamt 80 „Points of Interest“ zu dokumentieren. Diese Erinnerungen werden dann in einem Dokumentarfilm festgehalten, für dessen Realisierung 2000 Euro gesammelt werden sollen. Die Finanzierung dieser Tour erfolgt größtenteils durch Sponsoring und Übernachtungskosten aus verschiedenen Gesprächsrunden.

Kultur und Sport vereint

Ein besonderer Gast wird die Tour am 30. Juni bereichern: Die DDR-Radsportlegende Täve Schur wird in Heyrothsberge ein Stück mitfahren. Zudem werden Jörg Türmer und sein Team von einem Kameramann begleitet, der die Tour dokumentiert. Die geplanten Stopps an verschiedenen Gedenkstätten und historischen Stätten machen klar, dass es hier nicht nur um den Sport geht, sondern auch um Kultur und Aufklärung. Der Anmeldeschluss für die Teilnahme an der Tour ist am 27. Juni über die Hochschule Wismar und die Website biketheline.de/de.

Dieses Event wird nicht nur den Radsport in Mecklenburg-Vorpommern beleben, sondern auch die Erinnerung an Frieden und Zusammenarbeit wachhalten, die im Kontext der internationalen Friedensfahrt, die in den Nachkriegsjahren eine bedeutende Rolle spielte, besonders wichtig ist. Dieser ethische Anspruch soll dazu beitragen, dass die Radsportgemeinschaft weiterhin ein gutes Händchen hat, um für die Gesellschaft aktiv zu werden.