EU-Bericht: Alarmstufe Rot für Deutschlands Ökosysteme!
Erfahren Sie, wie die EU-Kommission 2025 den Zustand der Umwelt in Deutschland bewertet und notwendige Maßnahmen zur Wiederherstellung naturnaher Ökosysteme diskutiert.

EU-Bericht: Alarmstufe Rot für Deutschlands Ökosysteme!
Am 7. Juli 2025 hat die EU-Kommission ihre vierte Überprüfung der Umweltpolitik veröffentlicht. Der aktuelle Bericht enthält besorgniserregende Neuigkeiten: Der Zustand vieler Ökosysteme in Deutschland hat sich weiter verschlechtert. Matthias Meißner, der Leiter Politik und Biodiversität beim WWF Deutschland, äußerte sich zu der Gemengelage und betonte die Dringlichkeit, Investitionen in die Wiederherstellung von Flüssen, Wäldern und Seen zu tätigen. „Wir müssen die Bedeutung einer intakten Natur für unsere Wirtschaft und Gesellschaft endlich ernst nehmen“, so Meißner.
Die EU-Wiederherstellungsverordnung wird hierbei als rechtliche Grundlage für notwendige Maßnahmen gesehen. Es gibt auch finanzielle Unterstützung durch das Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz (ANK), das entsprechenden Projekten den Weg ebnen kann. Der WWF ruft dazu auf, vorhandene Möglichkeiten zu nutzen und sie nicht durch politische Entscheidungen zu gefährden. In ganz Deutschland engagiert sich der WWF für den Erhalt und die Wiederherstellung wertvoller Landschaften und Lebensräume.
Hintergrund und Notwendigkeit von Veränderungen
Doch warum ist das so wichtig? Europa sieht sich derzeit mit erheblichen Herausforderungen konfrontiert. Der Klimawandel, die Zerstörung von Ökosystemen und der übermäßige Verbrauch natürlicher Ressourcen setzen der Umwelt stark zu. Um dem entgegenzuwirken, wurde bereits das Umweltaktionsprogramm 2030 vom EU-Parlament im März 2022 verabschiedet. Diese Programme sind darauf ausgelegt, den Übergang zu einem klimaneutralen Europa zu beschleunigen und der wirtschaftlichen Aktivitäten Rechnung zu tragen, die maßgeblich für die ökologischen Probleme verantwortlich sind.
Der Bericht der Europäischen Umweltagentur schlägt Alarm: Umweltschäden müssen an der Quelle behoben werden, weshalb die Kosten von den Verursachern getragen werden sollen. Dies steht im Einklang mit dem Ziel, die Treibhausgasemissionen bis 2030 erheblich zu reduzieren und einen gerechten Übergang zu gewährleisten, bei dem niemand zurückgelassen wird. Initiativen wie die Förderung einer regenerativen Ökonomie sind dabei unverzichtbar.
Prioritäten für die Zukunft
Die EU hat sich klare Prioritäten gesetzt, um eine nachhaltige Ökonomie des Wohlergehens zu etablieren. Dazu zählt unter anderem der Schutz, Erhalt und die Wiederherstellung biologischer Vielfalt. Auch müssen umweltschädliche Subventionen, insbesondere für fossile Brennstoffe, schrittweise abgebaut werden. Technologien sollen zur Unterstützung der Umweltpolitik eingesetzt werden, um Transparenz und Zugänglichkeit für alle zu gewährleisten.
„Die EU wird die Fortschritte unserer Mitgliedstaaten hinsichtlich dieser Ziele kontinuierlich überwachen“, heißt es aus Brüssel. Bis zum 31. März 2024 ist eine Überprüfung der festgelegten Ziele angesetzt, um auf aktuelle Entwicklungen flexibel reagieren zu können.
In der Summe zeigen alle vorgelegten Informationen, dass es an der Zeit ist, aktiv zu werden. Der Zustand unserer Erde erfordert eindringlich Maßnahmen in allen Bereichen – vom politischen Handeln bis hin zum individuellen Engagement.
Weitere Informationen zur EU-Wiederherstellungsverordnung finden Sie auf der Webseite des Bundesumweltministeriums. Für einen tiefen Einblick in die EU-Umweltpolitik bis 2030 bitte hier klicken: Europäisches Parlament und um mehr über die Umweltpolitik zu erfahren, besuchen Sie den WWF.